Eine Wanderung zum Bollullo Strand - Teneriffa, die vielfältige Insel - 14

 

Sa, 18.9. - Eine Wanderung zum Bollullo Strand

Heute Morgen habe ich keine Lust Auto zu fahren. Da die einzige Wanderung, die ich für Puerto de la Cruz vorbereitet habe, diejenige vom Dienstag war, versuche ich, im Internet eine andere zu finden. Die typischen Seiten sind nicht wirklich eine Hilfe. Die Wanderung zur Casa Hamilton in verschiedenen Varianten steht auch dort ganz oben auf der Liste. Also werfe ich mal einen Blick auf Google Maps. Es scheint eine Möglichkeit zu geben, zu den Stränden östlich von Puerto de la Cruz zu laufen. Da die Satellitenansicht einige Felsen am Strand zeigt, nehme ich das Stativ mit.

 

Man kann darüber streiten, ob es sich wirklich um eine Wanderung handelt, da der größte Teil des Weges asphaltiert ist, aber da man häufig hoch und runter laufen muss, würde ich es als eine betrachten. Sie unterscheidet sich nicht sehr von der Wanderung zur Casa Hamilton, ist vielleicht sogar ein bisschen anstrengender.

 

Ich laufe von unserem Hotel den Hügel hinunter bis zur Carr. Botanico. Wenn man aus dem Stadtzentrum kommt, könnte man auch einen anderen Weg finden, aber man muss sowieso etwas an Höhe gewinnen, so dass diese leicht zu findende Straße auch dann eine gute Wahl sein könnte. In der Mitte einer langgezogenen Rechtskurve befindet sich ein Tennisplatz, hier biege ich links ab und in einem kleinen Park ist der Zugang zu einer Art Promenade. Ich folge diesem schönen Weg, der zwischen einigen Wohnhäusern und der Uferlinie verläuft - halt nur in 30-40 Metern Höhe.

Der Rest des Weges ist kaum zu verfehlen. Teilweise laufe ich auf kleinen Straßen, teilweise durch Bananenplantagen. Dann muss ich hinunter in einen Barranco (der lokale Ausdruck für eine Schlucht) und wieder hinauf. Der Weg ist immer noch gut ausgebaut mit Treppen bergab- und bergauf. Hier trifft man nun auf die Zufahrtsstraße zum Strand. Man kann bis zu einem Restaurant mit Parkmöglichkeiten fahren (3 Euro Gebühr), aber die Straße ist so schmal, dass man nur hoffen kann, dass niemand aus der Gegenrichtung kommt - oder zumindest, dass dieser bereit ist, den ganzen Weg zurückzufahren.

Egal, ob man zu Fuß oder mit dem Auto hierherkommt, den Weg von der Klippe zum Strand muss man selbst gehen.

 

Der Strand ist wirklich schön, aber wir haben immer noch starken Wellengang und deshalb weht die rote Flagge. Ein Rettungsschwimmer ist im Einsatz und achtet darauf, dass niemand versucht zu schwimmen oder zu nahe an die Klippe kommt, wo Steinschlaggefahr besteht. Ich bleibe etwa eine Stunde hier und mache Fotos von verschiedenen Felsformationen. Schließlich reicht es mir und ich kehre auf demselben Weg zum Hotel zurück.

Am Abend wollte ich eigentlich ins Stadtzentrum fahren, aber da wir nicht sicher sind, wohin wir gehen sollen, ändern wir unsere Meinung und geben dem Restaurant im Tigaiga-Hotel eine zweite Chance. Das Hotel liegt in der Nähe von unserem, so dass wir laufen und einen Wein zum Essen trinken können. Die Atmosphäre auf der Terrasse ist sowieso nett. Diesmal schmeckt das Essen deutlich besser als beim letzten Mal und wir genießen einen schönen, letzten warmen Abend im Freien. Morgen sind wir zu Hause - bei 15 Grad weniger.



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