Der erste Seetag - Eisberge und Pinguine - 2
Die Falklandinseln
Auf dem Weg nach Südgeorgien
Südgeorgien
Auf dem Weg in die Antarktis
Elephant Island
„Der Kapitän spielt mit dem Eis“
Deception Island
Antarktische Halbinsel
von der Antarktis an die Pazifikküste Südamerikas
Patagonische Gletscherwelt
Der lange Weg zurück
Fazit und hilfreiche Tipps
30.01.2026 - Der erste Seetag
Der Jetlag macht sich noch bemerkbar und um kurz nach 5 Uhr gebe ich auf.
Seit gestern Abend befinden wir uns auf dem Weg nach New Island [↗], einem Teil der Falklandinseln [↗]. Als wir am Anfang noch auf beiden Seiten Inseln hatten war das Wasser so glatt, dass man auch auf einem Fluss hätte sein können. Mittlerweile befinden wir uns am östlichen Ende des Beagle Kanals und seit einiger Zeit bemerkt man auch die Bewegungen des Schiffes. Nichts was man im Flieger nicht schon hunderte Male erlebt hätte.
Jeden Tag gibt es ein Tagesprogramm mit Aktivitäten und/oder Vorträgen an denen man teilnehmen kann. Heute sind wir eher bei „müssen“. Es gibt die Ausgabe der Parkas und Stiefel, die von Hapag Lloyd für die Reise gestellt werden und Einweisungen zur Nutzung der Zodiacs. Hinzu kommt noch ein Vortrag über die IAATO-Regeln [↗] für den Besuch der Antarktis und die Bio-Security Einweisung mit Überprüfung der Kleidung, die man mit an Land nehmen möchte.
Am späten Nachmittag ist dann aber auch noch Zeit für eine Vorschau auf die Falklandinseln und ein Captain‘s Welcome.
Die Ausgabe der Parkas und Schuhe dauert nur wenige Minuten und findet auf dem Pooldeck statt. Wobei Pool übertrieben ist, Planschbecken trifft es eher. Aber er war gefüllt und alle hatten Spaß zuzusehen wie das Wasser überschwappt. Eben kam gerade die Durchsage des Kapitäns: Die Wellenhöhe ist gerade mal 1,5 Meter und die Windstärke 3. Da geht also noch deutlich mehr. Mittlerweile nehme ich die Bewegung des Schiffs auch nur noch wahr wenn ich darauf achte.
Als Nächstes müssen alle Passagiere zur Zodiac und IAATO Einweisung. Kaum sitzen alle kommt ein Anruf vom Kapitän, dass Orcas gesichtet wurden. Also alles auf Null, wärmer anziehen und raus aufs Deck. Ich sehe gerade noch wie in einiger Entfernung ein Tier seinen schwarz-weißen Rücken zeigen. Wir kreuzen noch ein wenig vor Ort, aber dann versammelt sich wieder alles im Hanseatrium, um den Vorträgen zu lauschen. Auf dieser Reise haben wir sogar einen Kontrolleur des Umweltministeriums und der IAATO an Bord, der sich die Abläufe anschaut. Ist wohl alle 5 Jahre Pflicht.
Auf diesem Vortrag ist uns ja schon erklärt worden, dass penibel darauf zu achten ist, dass kein organisches Material eingeschleppt wird. Natürlich soll auch sonst nichts zurückgelassen werden, aber beim Kleidungscheck am Nachmittag geht es eher darum uns zu zeigen auf welche Stellen der Kleidung zu achten ist. Klettverschlüsse zum Beispiel sind ein beliebter Dreckfänger. Wir sind selbst dafür verantwortlich nach der Rückkehr von einem Ausflug alles zu checken. In Süd-Georgien kommt sogar ein Kontrolleur an Bord und findet der mehr als 15 Partikel hat das Konsequenzen bis hin zu einem Landungsverbot.
Im Anschluss geht es noch in den Stiefelraum, um zu schauen, dass wir auch die richtige Stiefelgröße erhalten haben und um uns eine Vorführung der Stiefelreinigungsanlage anzusehen, die wir vor und nach jedem Landgang benutzen müssen.
Jetzt ist der Nachmittag auch schon halb rum, aber noch sind wir nicht entlassen; das PreCap der nächsten beiden Tage steht an. Hier wird uns erläutert was Morgen und Übermorgen auf den Falklandinseln geplant ist. Und da wir schon mal alle im Hanseatrium versammelt sind, bekommen wir noch eine kleine Lektion zur Geschichte der Falklandinseln verpasst.
Den Abschluss des doch recht vollgepackten Tages macht der Kapitän, der uns um 18:30 Uhr auf dem Pooldeck empfängt. Zu einem Glas Champagner oder ähnlichem stellt er uns auf humorvolle Art und Weise seine Führungsmannschaft vor. Zum Abendessen geht es dann mit einigen anderen Alleinreisenden ins Selbstbedienungsrestaurant zum Kaviarabend.