Ravenna

Basilica di San Vitale - Ravenna - Italy
 

Anfang Mai waren wir in Norditalien unterwegs. Über San Marino und die Reggio Emilia AV Mediopadana Railway Station habe ich hier bereits berichtet. Der Rest kommt nun sukzessive.

 

Nach dem Frühstück verlassen wir San Marino [↗] und machen uns auf nach Ravenna. Wir parken auf einem größeren Parkplatz am nördlichen Rand der Altstadt. Trotz der Größe ist er fast voll, und wir haben Glück, noch einen Platz zu ergattern. Die meisten Kennzeichen sind italienisch.

Überhaupt hält sich die Menge an Touristen in Grenzen. Im Sommer dürfte das ganz anders aussehen. Dafür scheinen die italienischen Schulen eine Kulturwoche ausgerufen zu haben. Hier, wie auch in den Städten, die wir in den folgenden Tagen besuchen werden, laufen mehrere Gruppen umher und fluten vor allem die Kirchen und Museen. Dass dies nicht lautlos geschieht, ist klar, da helfen auch die wenig diskreten Hinweise auf „Silenzio“ durch das Kirchenpersonal nichts.

 

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten muss man Eintritt zahlen [↗]. Für die Basilika von Sant’Apollinare Nuovo [↗] und die Basilica von San Vitale [↗] kostet dies 10,50 Euro. Für nur 2 Euro mehr kommt man auch noch in das Mausoleum Galla Placidia [↗] und die Neonische Taufkapelle [↗]. Das lohnt sich auf alle Fälle. Allerdings gibt es für diese feste Eintrittszeiten. Man verliert also ein wenig Flexibilität. Auch ist der Aufenthalt auf jeweils 5 Minuten beschränkt. Da die Mausoleen aber recht klein sind, reicht es normalerweise aus.

Es gibt auch noch die Möglichkeit, das Erzbischöfliche Museum hinzuzufügen, aber das lassen wir aus.

 

Wir beginnen mit dem recht dunklen Mausoleo di Galla Placidia und gehen dann in die benachbarte Basilica di San Vitale. Diese ist die Hauptsehenswürdigkeit Ravennas, und das mit Recht. Die Kirche ist gar nicht so groß, aber die Mosaiken sind fantastisch. Wie detailliert die Bilder sind, bekommt man aus der Entfernung gar nicht so richtig mit. Erst in der Vergrößerung zeigt sich die ganze Pracht.

 

Wir laufen durch die Straßen zum Baptisterium der Arianer, das aber gerade schließt. So geht es zur Sant’Apollinare Nuovo, der anderen großen Kirche, für die wir Eintritt gezahlt haben. Auch hier sind wieder die Schüler unterwegs, und in der großen, weitgehend leeren Kirche hallt deren Geschreie natürlich umso schöner. Die Stimme der Bediensteten überschlägt sich fast bei dem Versuch, etwas Ruhe in das Gotteshaus zu bringen - vergeblich.

 

Eine Besonderheit stellt die Basilika San Francesco [↗] dar. Ihre Krypta liegt nämlich unter Wasser. Betreten kann man diese nicht, aber über ein kleines Fenster kann man hineinsehen. Für die Beleuchtung braucht man übrigens ein wenig Kleingeld.

 

Das Baptisterium der Kathedrale, auch Neonische Taufkapelle genannt, liegt neben der aktuellen Kathedrale und damit etwas entfernt. Aber auch wenn wir den vorgegebenen Zeitslot nicht ganz schaffen, so dürfen wir nach ein paar Minuten Warten doch rein. Diesmal ohne große Gruppe. Das ist dann doch bei Weitem angenehmer. Auch hier sind die Mosaiken wieder toll. Und da es heller als in dem ersten Mausoleum ist, kann man sie auch besser betrachten.

 

Der Dom [↗] nebenan ist einen Besuch wert, auch wenn er im Vergleich zu den anderen Highlights nicht ganz mithalten kann. Bemerkenswert ist die große Krippe, die wohl das ganze Jahr über aufgebaut ist. Etwas kitschig ist sie schon, aber ein wenig Zeit, um die angedeuteten Geschichten zu betrachten, sollte man sich trotzdem nehmen.

 



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